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Allgemeine Informationen zum Vorbereitungsdienst an den Fachseminaren Baden-Württemberg
leistet sich als einziges Bundesland noch den Anachronismus der
FachlehreInnenausbildung und somit drei unterschiedliche Lehrerausbildungen. Die
Ausbildung der FachlehrerInnen und Technische LehrerInnen erfolgt an Pädagogischen
Fachseminaren. Diese sind separate Bildungseinrichtungen, die in den sechziger
Jahren eingerichtet wurden, um den damals herrschenden Lehrermangel abzubauen.
Die Landesregierung hält immer noch beharrlich an diesen Seminaren fest, obwohl
es seit den achtziger Jahren keinen Lehrermangel mehr gibt. FachlehrerInnen
und Technische LehrerInnen haben mindestens einen mittleren Bildungsabschluss,
eine Berufsausbildung, z.T. noch eine zweite berufliche Qualifikation (Meister-,
Technikerprüfung) und einige Jahre Berufserfahrung, bevor sie die
Lehrerausbildung antreten. Sie bringen ihre volle praktische Kompetenz und
Berufserfahrung in unsere Schulen ein, auf die offensichtlich niemand verzichten
möchte. Am
13. Juni 1995 hat der Landtagsausschuss für Schule, Jugend und Sport dem
Landtag empfohlen: " ... mittelfristig ein Konzept für die Überführung
der Pädagogischen Fachseminare in die Pädagogischen Hochschulen
vorzulegen." (Landtagsdrucksache 11/6116 S. 7-9). Die CDU und die SPD waren
an diesem Beschluss in der großen Koalition beteiligt, und Beschlüsse werden
in der Regel gefasst um dann auch umgesetzt zu werden! Auch
die GEW fordert seit vielen Jahren dass beruflich Gebildete einen Zugang zur
Hochschule erhalten. In
Baden-Württemberg stehen Bemühungen im Raum ein erfolgreiches Lehramtsstudium
breiter anzulegen und künftig stärker berufsbezogene Aspekte einzubauen, d.h.
das Studium soll eine eindeutige Richtung zur Berufsqualifizierung erhalten.
Hierfür wäre sicherlich auch ein Teil des Lehrpersonals der Fachseminare
weiterhin einsetzbar. Der vermehrte Praxisbezug, den die beruflich vorgebildeten
"Studenten und Studentinnen" mitbringen, würde den Pädagogischen
Hochschulen nicht schaden. Aus
Gesprächen an den Fachseminaren haben einige Landtagsabgeordnete mitgenommen,
dass die Absolventinnen und Absolventen mit der derzeitigen Ausbildung zufrieden
sind. Auch wir wissen, aus eigener Erfahrung, dass die Ausbildung inhaltlich
hervorragend ist. Die Zufriedenheit der Auszubildenden beruht aus unserer Sicht
auf der inhaltlichen Qualität der Ausbildung und darauf, dass während des
Vorbereitungsdienstes Anwärterbezüge gezahlt werden, die bei einem regulären
Studium ggf. “nur” durch Bafög ersetzt würden. Eine objektive Information der Schulverwaltung über die geringen Einstellungschancen, die katastrophalen Beförderungswartezeiten und die Praxissituation, in der Fachlehrer Tür an Tür mit Kollegen arbeiten, die bis zu vier Gehaltsstufen mehr erhalten und dafür, z.B. im Sonderschulbereich ein bis zu 5 Stunden geringeres Deputat ableisten, erfolgt nicht. Aber gerade die Sichtweise der Statusbedingungen in der Praxis ist es, die die Unzufriedenheit und den Frust hervorrufen. Denn bei noch so großem Einsatz und Engagement, gibt es auf lange Sicht keine Anerkennung. Auf der Seite des Regierungspräsidiums Tübingen gibt es die Bewerbungsunterlagen für den Vorbereitungsdienst der FL/TL an Sonderschulen zum Herunterladen.
Hinweis zu
Programmlehrkräften
Die
Programmlehrkräfte des Bundes (BPLK) werden von der ZfA vermittelt. Die
Programmlehrkräfte der Länder (LPLK) werden von den Ländern unter Mithilfe
der ZfA entsandt. Die nachfolgenden Anmerkungen gelten nur für
Bundesprogrammlehrkräfte:
Detaillierte Infos zur Ausbildung an den Fachseminaren gibt es auch auf meinen internen GEW-Seiten.
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